Das Tabuthema ansprechen – Aufklärung und Vernunft

Noch immer ranken sich um Geschlechtskrankheiten zahlreiche Vorurteile, Mythen oder Falschinformationen. Betroffene scheuen sich davor, die Problematik anzusprechen oder haben Angst vor Verurteilung und Ablehnung. Vielleicht sind auch Sie mit der Problematik verunsichert, wissen nicht, wie Sie reagieren sollen haben sich bislang noch nicht beschäftigt. Dieser Fakt sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Denn nur wer sich mit einer Materie auskennt, kann richtig reagieren und weiß, was zu tun ist. Wichtig ist, dass man sich bewusst macht: Es existiert nicht die eine Geschlechtskrankheit. Vielmehr zählen unterschiedliche, teilweise gänzlich verschiedene Erkrankungen zu diesem großen Oberbegriff. Daraus ergeben sich differenzierte Krankengeschichten und unterschiedliche Vorgehensweisen. Ein offener und toleranter Umgang ist aber auf jedem Fall dienlich. Neben der gesundheitlichen Belastung ist für die Betroffenen auch der psychische Druck enorm. Die Belastbarkeit ist so hoch, dass die Unterstützung der Umwelt (Kontakte, Verständnis, Integration) wichtig ist.

Jeder kann betroffen sein

Generell gilt folgender Leitsatz: Jeder könnte Geschlechtskrankheiten bekommen. Was zuerst wie ein Schock wirkt, erklärt sich bei genauerem Hinsehen praktisch von selbst. Schließlich ist nicht nur ein gesunder, beständiger Lebenswandel dafür entscheidend, ob man eine Erkrankung zu verkraften hat oder ob der Kelch vorbeizieht. Man kann sich infizieren, lange Zeit mit der Krankheit leben, ohne davon etwas zu erfahren. Schon ein Aufenthalt im Ausland, der Besuch im Schwimmbad oder eine Schwangerschaft können dabei der Auslöser sein. Es muss also nicht unmittelbar zum Geschlechtsverkehr kommen, um sich anzustecken. Zudem können Heterosexuelle ebenso wie Homosexuelle betroffen sein. Auch verschiedene Sexpraktiken können gleichermaßen eine Erkrankung bedeuten. Immer gleich ist jedoch, dass ein Kondom noch immer der sicherste Schutz ist. Leider wird dieser Fakt zu Unrecht oftmals vergessen oder regelrecht unterschätzt. Sie sollten jedoch bedenken, dass Sie auf einfache Art und Weise das Ansteckungsrisiko minimieren können und sich und Andere dadurch schützen können. Diesen Fakt sollte man stets im Hinterkopf behalten und entsprechend danach leben. Denn eine kleine Fehlentscheidung hat große Auswirkungen, welche relativ einfach verhindert werden können. Dazu kann jeder seinen Beitrag leisten und den Trend der zunehmenden Geschlechtskrankheiten durchbrechen. Natürlich erfordert dies Verantwortungsbewusstsein, Vernunft und die nötige Einsicht.

Schweigen hilft nicht

Sollte es dennoch zu einer Ansteckung gekommen sein, hilft es nicht, wenn das Thema schlichtweg verdrängt wird. Dadurch wird sich die Krankheit nicht beheben lassen. Vielmehr sollte man sich bei dem geringsten Verdacht gründlich untersuchen lassen. Die erforderlichen Tests geben die Gewissheit, ob Entwarnung gegeben werden kann oder ob eine Behandlung zu empfehlen ist. Schnelles Handeln verbessert die Erfolgschancen ist dadurch natürlich zu empfehlen. Wer sich regelmäßig obligatorischen Besuchen bei dem Arzt unterzieht, geht natürlich auf Nummer sicher. Man sollte auch mit dem Lebenspartner oder wechselnden Sexualpartnern die notwendige Ehrlichkeit pflegen. Sprechen Sie über das Thema und vergewissern Sie sich der Gesundheit oder einer Erkrankung. Immer mehr Menschen sprechen offen über AIDS und Co. Dieses Verhalten macht bewusst, dass mehr Personen betroffen sind, als vielleicht vermutet wird. Noch von ein paar Jahren war der Schritt in die Öffentlichkeit sehr selten und wurde sogar mit Unverständnis getadelt. Diesbezüglich ist ein großer Schritt in Richtung Aufklärung getan. Gleichzeitig ist aber auch das Verständnis gewachsen und man ist sich der großen Gefahr bewusst. Statt Ablehnung und Negieren sollte man strukturiert die Problematik angehen und gemeinsam mit Familie, Partner und der Unterstützung eines Arztes nach Möglichkeiten der Heilung suchen. Es wird nach Medikamenten geforscht, die bei den verschiedenen Geschlechtskrankheit en helfen. Eine ganzheitliche Heilung ist zur derzeitigen Stand der Dinge noch nicht möglich. Aber eine weitere Verbreitung kann eingedämmt werden, sodass die Ansteckungsrate nicht weiter ansteigt.

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